Städtischer Nahverkehrsbetreiber
Führender italienischer öffentlich kontrollierter Nahverkehrsbetreiber
Kontinuität und Sicherheit der Mobilität für Millionen von Fahrgästen
Ein Betreiber, der für die Verwaltung von U-Bahn-, Straßenbahn- und Oberflächennetzen verantwortlich ist, die ein großes städtisches Gebiet bedienen. Er betreibt kritische Infrastrukturen, in denen Betriebssteuerungssysteme und traditionelle IT-Netze konvergent arbeiten, was die potenzielle Angriffsfläche gegenüber den Steuerungs- und Kontrollsystemen vervielfacht.
Sektor
Öffentlicher Nahverkehr
Umsatz
Konsolidierter Abschluss von regionaler Bedeutung
Sitz
Großes italienisches Stadtgebiet
Das Branchenszenario
Laut ACN stellt die Segregierung von IT/OT-Netzen durch Zero-Trust-Architekturen eine grundlegende Maßnahme dar, um die Angriffsvektoren in kritischen Infrastrukturen des öffentlichen Nahverkehrs zu reduzieren.
Nationale Agentur für Cybersicherheit (ACN) — Bericht zur Cybersicherheit kritischer Infrastrukturen · 2025
Herausforderung
Die Betriebssteuerungssysteme schützen
Laut dem Observatorium Cybersecurity & Data Protection des Politecnico di Milano verzeichneten 2025 62 % der italienischen Nahverkehrsbetreiber mindestens einen unbefugten Zugriffsversuch auf ihre Betriebssteuerungsinfrastruktur — ein Anstieg von 34 % gegenüber dem Vorjahr. Die Konvergenz von IT- und OT-Netzen, beschleunigt durch die Digitalisierung von Ticketing- und Fahrzeugüberwachungssystemen, hat Verkehrssysteme zu kritischen Zielen für böswillige Akteure gemacht und die Angriffsvektoren gegenüber den Infrastrukturen, die die Servicekontinuität gewährleisten, vervielfacht.
Interventionsbereiche
Der Betreiber stand vor einer komplexen Situation: Betriebssteuerungsinfrastrukturen, die über mehrere Standorte verteilt und schrittweise zu Überwachungszwecken und zur Integration mit Planungssystemen an die Unternehmens-IT-Netze angebunden waren. Diese Integration hatte, obwohl notwendig, die Angriffsfläche gegenüber den kritischen Systemen, die U-Bahn, Straßenbahn und Oberflächenfahrzeuge steuern, erheblich vergrößert, ohne angemessene Isolationsmechanismen einzuführen.
Isolierung der OT-Domänen
Das Fehlen einer klaren Netzsegmentierung zwischen den Betriebssteuerungssystemen und den traditionellen IT-Netzen, mit dem Risiko einer lateralen Ausbreitung von Vorfällen von einer Zone zur anderen.
Sichtbarkeit und Kontrolle der Interconnections
Das Fehlen einer kontinuierlichen, proaktiven Überwachung der Kommunikationsflüsse zwischen den IT- und OT-Domänen, was die Erkennung von Anomalien und unbefugtem Verhalten erschwerte.
Sicherheits-Governance
Die Notwendigkeit, die Schutzmaßnahmen an den regulatorischen Standards für kritische Infrastrukturen (ACN, NIS2) auszurichten und eine ständige Überwachung der kritischen Interconnections aufrechtzuerhalten.
Domänenübergreifende Zugriffsverwaltung
Die Notwendigkeit, granulare Zugriffskontrolllogiken an den Schnittstellen zwischen IT- und OT-Systemen zu implementieren und so das Risiko unbefugter lateraler Bewegungen zu verringern.
Lösungen
Eine Security-by-Design-Architektur zur IT/OT-Segregierung
Der Betreiber implementierte ein Modell zur Isolierung der Betriebssteuerungsdomänen von den traditionellen IT-Netzen, basierend auf drei integrierten Komponenten: Gestaltung von Netzzonen mit Asset-Management und Hardening, Überwachung der Ereignisse an den IT/OT-Schnittstellen und Zugriffskontrolle nach Zero-Trust-Logik, gesteuert über eine definierte Metrik zur Analyse des systemischen OT-Risikos.
Aktivierte Dienste und Technologien
Netzinfrastruktur
IT/OT-Segregierung und Zonierung, Asset-Management und Hardening
Retelit entwarf und implementierte eine logische und physische Segmentierung der Netze und definierte Sicherheitsgrenzen zwischen den Betriebssteuerungssystemen und den IT-Netzen. Die Interconnections zwischen den Domänen wurden auf das notwendige Minimum reduziert und über kontrollierte Gateways überwacht, wodurch die horizontale Ausbreitung von Cybervorfällen verringert wird. Der Leistungsumfang umfasst zudem das Asset-Management der Netzkomponenten und OT-Geräte — Erfassung, Klassifizierung und ein aktuelles Inventar von Konfigurationen und Firmware — sowie Hardening-Maßnahmen an Geräten, Protokollen und exponierten Diensten, um unnötige Konfigurationen zu entfernen und bekannte Schwachstellen zu reduzieren.
Industrielle Steuerungssysteme (ICS)
Überwachung der IT/OT-Schnittstellen und ICS-Entwicklung an den Pilotstandorten
Die von den Gateways und den Grenzzonen zwischen IT- und OT-Domäne erzeugten Ereignisse werden in zentralisierten Logs erfasst, mit automatisierten Alerts und einem definierten Incident-Response-Verfahren, das Ereignisse innerhalb der vorgesehenen Netzgrenzen eindämmt; die Verwaltung der Sicherheitsdaten ist ISO-27001-konform. Für die Pilotstandorte wird die Einführung eines dedizierten Industrial Control System (ICS) geprüft, das die Kontrolle auf die Überwachung der Feldgeräte und -prozesse ausweitet.
Governance und Compliance
Zero Trust an den Interconnections und Messung des systemischen OT-Risikos
Der Zugriff zwischen den IT- und OT-Domänen unterliegt einer starken Authentifizierung, granularen Autorisierung und kontinuierlichen Überprüfung der Endpunkt-Integrität. Die Architektur gewährleistet vollständige Sichtbarkeit darüber, wer auf welche kritischen Ressourcen zugreift, und richtet sich nach den regulatorischen Anforderungen für kritische Infrastrukturen (Nationale Agentur für Cybersicherheit, NIS2). Die Weiterentwicklung der OT-Implementierung wird über eine definierte Metrik zur Analyse des systemischen OT-Risikos gesteuert, die die Exposition der Steuerungsdomänen im Zeitverlauf misst, deren Reifegrad überprüft und die Priorisierung der nächsten Maßnahmen ermöglicht.
Ergebnisse
Reduzierte Angriffsfläche und operative Resilienz
Die Architektur zur IT/OT-Segregierung begrenzte das Risiko, dass sich Cybervorfälle auf die Steuerungssysteme der städtischen Mobilität ausbreiten, und bewahrte die Servicekontinuität.
Isolierung der Betriebssteuerungsdomänen von den traditionellen IT-Netzen, mit Beseitigung der direkten Angriffspfade zu den kritischen OT-Assets.
Eindämmung von Sicherheitsereignissen innerhalb definierter Netzgrenzen, wodurch der potenzielle Wirkungsradius eines Vorfalls verringert und die operative Reaktion erleichtert wird.
Kontinuierliche Sichtbarkeit über die IT/OT-Interconnections durch proaktive Überwachung und zentralisiertes Event-Management, gemäß ISO-27001-Standards.
Ausrichtung der Sicherheits-Governance an den regulatorischen Rahmenwerken für kritische Infrastrukturen, mit Überwachung der Schnittstellen nach Zero-Trust-Logik.
Ein auf Ihre Branche übertragbarer Ansatz
IT/OT-Segregierung für kritische Infrastrukturen des öffentlichen Nahverkehrs
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